Über mich
Freitag, 6. Januar 2012 - 17:38 Uhr
Steckbrief

Name:
Sägesser
Vorname:
Jennifer Kerstin
Geburtsdatum:
01.09.1990
Beruf:
Kauffrau, Sachbearbeiterin
Grösse:
1.68m
Gewicht:
50kg
Disziplin:
Strasse, Zeitfahren, Radquer
Trainer:
Bruno Diethelm
Masseur:
Serge Wälty
Team:
Schweizer Rennen: Fischer Zweiradsport
Auslandrennen: Nationalmannschaft oder mit dem bigla cycling team als Gastfahrerin
Ziele 2012:
Topplatzierungen an allen drei Schweizermeisterschaften Elite
EM Qualifikation U23
Lieblingsessen:
frisches Gemüse, Schoggi!
Lieblingsgetränk:
Wasser, im Wettkampf natürlich Gigafit
Lieblingsstrecke:
GP Aaretal, Ilsfeld-Auenstein
Lieblingsbeschäftigung:
Ski fahren, Lauftraining, lesen
Lieblingsfarbe:
grün
Lieblingsbuch:
"Mir wird nichts geschenkt" von Susi Kentikian
Freitag, 6. Januar 2012 - 17:37 Uhr
Lebenslauf

Mit meinen Geschwister, welche mir den Rücken stärken und immer für mich da sind.
Am 1. September 1990 erblickte ich als erstes Kind von Christa und Hansjörg Sägesser die Welt. Während zwei Jahren war ich der alleinige Star meiner Eltern. Im 1992 kam dann mein Bruder Severin als kleiner Sonnenschein dazu und 1995 komplettierte meine Schwester Sabrina unsere Familie. Gemeinsam hielten wir von da an meine Eltern auf Trab.
1996 durfte ich endlich in den Kindergarten. Ich freute mich sehr darauf und lief täglich motiviert in den Kindergarten, welcher sich gleich um die Ecke unseres Hauses befand, Im Kindergarten lernte ich die ersten Freundinnen kennen und wurde dann auch mit diesen in dieselbe Klasse eingeschult. In dieser Zeit begann ich in meiner Freizeit mit spielerischem Training im Laufbereich. Ich hatte viel Freude an der Leichtathletik und bald schon durfte ich an regionalen und nationalen Wettkämpfen aufs Podest steigen.
Als ich die 6. Klasse besuchte, entdeckte mein Bruder die Sportart Mountainbike. Er war sehr fasziniert und konnte auch meine Schwester schnell dazu motivieren. Nachdem die beiden erfolgreich die ersten Wettkämpfe hinter sich gebracht haben, wollte ich dies doch auch einmal ausprobieren. Der Übertritt in die Bezirksschule und der Beginn in einer neuen Sportart verlangten mir alles ab. Es blieb mir immer weniger Freizeit. Doch ich wollte nicht aufgeben und trainierte fleissig. Währendem ich mit der Kondition keine Schwierigkeiten hatte, fehlte mir der Mut und das nötige Talent in den technischen Passagen. Viele Trainer haben aber die Geduld nicht verloren und mir gut zugesprochen. Weil ich mit 13 Jahren die ersten Kniebeschwerden bekam, konzentrierte ich mich von da an auf eine Velokarriere und hängte die Laufschuhe an den Nagel. Unzählige Stunden Training und viele verflossene Tränen benötigte ich, damit ich dann als 16-jährige meine ersten nationalen Erfolge sichern konnte. Mit 16 Jahren begann ich zudem im Winter noch mit Radquerrennen. Hier stellte sich der Erfolg sofort ein und ich durfte mit 16 Jahren das erste Mal als Vizeschweizermeisterin auf dem Podium stehen. Das Erreichte gab mir Zuversicht und ich konnte das Trainings noch einmal erhöhen.
Im Sommer 2007 startete ich meine KV Lehre. Auch hier verlief der Start etwas holprig. Doch meine Ziele waren hochgesteckt und ich freute mich auf die Radquersaison. Einen Monat nach Lehrbeginn wurde ich allerdings wieder von der Realität eingeholt. Ein Unfall am Finalrennen im Mountainbike erforderte eine Operation. Diese verlief aber nicht planmässig und ich verlor zwei ganze Saisons wegen des abgerissenen Diskus im Handgelenk. Schlussendlich wurde ich Ende 2008 in der Schulthess Klinik sehr gut operiert und konnte das Handgelenk immerhin im Alltag wieder normal einsetzen. Nach weiteren Therapien war ich auch wieder ready um im Radsport Fuss zu fassen. Die Saison 2009 verlief ohne Unfälle und mit einigen Höhepunkten an Schweizermeisterschaften und Weltcuprennen. 2010 wollte ich meine tolle Saison bestätigen und trainierte über den Winter so gut und viel wie noch nie vorher. Im März reiste ich dann als Abschluss des Wintertrainings mit der Mountainbikenationalmannschaft nach Giverola ins Trainingslager. Dort hatte ich einen schweren Unfall. So konnte ich lange nicht ans Biken denken, sonder musste schauen, dass ich keine Schäden davontrage und mich wieder im Alltag zurechtfinde. Diese Zeit war nicht einfach. Der grösste Erfolg für mich war anfangs Juli, als ich nach dem Sturz völlig überrascht die Lehrabschlussprüfung bestanden habe, nachdem ich seit dem Sturz die Berufsschule nicht mehr richtig besuchen konnte. So hatte ich wenigstens einen Stein weniger im Weg. Gleich nach der Lehrzeit habe ich eine neue Stelle gefunden und konnte mitte Juli auch wieder mit das Training aufnehmen. Leider hatte ich grosse Mühe mit den Schlägen im Gelände, mein Schädel ertrug diese noch nicht. So entschloss ich mich kurzerhand ein paar Strassenrennen zu bestreiten. Diese verliefen wider erwarten mehr als gut, ich musste in der Kategorie Amateure starten, da ich keine Elitepunkte hatte. Auf Anhieb fuhr ich um die Siege mit und erkannte meine Stärken auf dem Rennvelo. Ende 2010 hatte ich dann erneut gesundheitliche Probleme. Weil ich mehrer Male einfach zusammengebrochen bin, wurde ich gründlich untersucht. Nach den Untersuchen wollten die Ärzte noch mein Herz genauer überprüfen. Deshalb wurde ich im März 2011 erneut operiert und bekam ein Kontrollkästchen ans Herz gelegt, welches mich seit dann immer beobachtet. Die Ärzte haben schon ein paar Unregelmässigkeiten festgestellt, seit dem Frühjahr geht es mir aber gesundheitlich besser und ich kann wieder richtig Sport treiben. Durch all die Rückschläge verlor ich für den Mountainbikesport die Motivation und fand dafür gefallen am Rennvelofahren. Aus diesem Grund bin ich in Zukunft nur noch an den Strassenrennen anzutreffen, dort aber mit grossem Willen und mit grossen Zielen!!
Ich habe schon viele Tränen geweint, Träume zerplatzten, doch ich nahm meinen Mut immer wieder zusammen und kämpfte weiter! Ich bin überzeugt, dass sich dies auszahlt und ich meine Ziele erreichen kann!!